Der Lebens-Künstler

Jeder stellt sich mal im Leben die Frage: „Wer bin ich?“

Die außergewöhnliche Lebensreise ist das absolute Fundament meiner Kunst. Die Biografie spiegelt genau das wider, was meine Bilder zeigen: Die Zerlegung des Lebens in harte Kontraste und der unbändige Wille, daraus etwas Farbenfrohes, Dynamisches und Kraftvolles zu erschaffen. Als DISG-„Förderer“ bin ich von Natur aus eine inspirierende, enthusiastische Persönlichkeit, die Menschen bewegen und mitreißen will.


Wolfram: Der unruhige Kopf und die Kunst des Überlebens


Wer meine großformatigen, farbexplosiven Porträts betritt, sieht nicht nur Farbe auf Leinwand. Er sieht das Destillat eines Lebens, das in drei Akten gelebt wurde. Ein Leben geprägt von der Zähigkeit meiner Ahnen, technologischer Evolution und dem tiefen Wissen darum, dass jeder Moment kostbar ist.


Das Erbe: Handwerk und Resilienz


Geboren 1960, wurde mir die Balance aus Struktur und Kreativität in die Wiege gelegt. Meine Mutter, eine Schneidermeisterin, lehrte mich die Präzision des Handwerks – das Verstehen von Formen und Texturen. Mein Vater, ein Kaufmann, gab mir den Blick für das Große und Ganze mit. Die unerschütterliche Resilienz liegt in meinen Genen: Meine Großmutter musste nach dem Krieg unter härtesten Bedingungen drei kleine Kinder allein großziehen. In einer Großfamilie mit fünf Brüdern und einer Schwester lernte ich früh, mich durchzusetzen, laut zu sein und Raum einzunehmen – genau wie meine XXL-Bilder es heute tun.


Der erste Lebensabschnitt: Der geschulte Blick

Mit gerade einmal 14 Jahren, direkt nach der Hauptschule, begann mein Weg als Portraitfotograf. Es war die klassische, harte Schule des Sehens. Wie fällt das Licht? Was macht ein Gesicht aus? Ich lernte, die Fassade eines Menschen zu durchdringen.

Mein kreativer Drang und mein Naturell als DISG-„Förderer“ – enthusiastisch, visionär und umtriebig – trieben mich schnell voran. Über den zweiten Bildungsweg holte ich auf, wurde mit 19 Jahren Abteilungsleiter in einem Kaufhauskonzern und baute schließlich in dessen Zentrale ein modernes Videostudio auf.

Als mit 23 mein erstes Kind geboren wurde, folgte die bewusste Entscheidung für die Wurzeln: Zurück in die Heimat nach Ostwestfalen. Der Familie zuliebe, dorthin, wo das Leben Erdung hat. Zwei Jahre später folgte das zweite Kind, während ich als Projektleiter im Videobereich die digitale Revolution der Medienlandschaft mitgestaltete.

Der zweite Lebensabschnitt: Der Tag, an dem die Uhr anhielt

Kurz vor meinem 30. Geburtstag schlug das Schicksal radikal zu. Die Diagnose: Gehirntumor. Eine riskante Operation in den Bethel-Anstalten rettete mein Leben, veränderte aber alles. Es war der brutale Einschnitt, der meinen zweiten Lebensabschnitt einläutete. Wenn man dem Tod so nahe war, sieht man die Welt danach in schärferen Kontrasten.

Ich wechselte in die Presse als Medienspezialist. Im Jahr 2000, als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, wagte ich den Sprung in die Selbstständigkeit ins E-Business. Gleichzeitig forderte uns das Leben erneut: Unser drittes Kind kam als extremes Frühchen im sechsten Monat zur Welt – ein weiterer Kampf um das Leben, den wir gewannen. Heute ist Sie erwachen, verheiratet und hat selbst ein Kind. Neben der Arbeit absolvierte ich ein Onlinestudium zum E-Business Manager. Ich funktionierte, ich erschuf, ich strukturierte. Mit 48 folgte nach schweren Jahren die Scheidung, später die Rückkehr ins Angestelltenverhältnis als Trainer und Dozent. Ich gab mein Wissen weiter, förderte Menschen. Doch der kreative Funke in mir war nie erloschen – er wartete nur auf den richtigen Moment.


Der dritte Lebensabschnitt: Die Explosion der Farben

Heute beginnt meine dritte Lebensphase. Der „unruhige Kopf“ ist zurückgekehrt zu seinen Wurzeln, aber mit den Werkzeugen des 21. Jahrhunderts.

Meine heutige Kunst im Stil des Spontanrealismus ist die logische Synthese meines gesamten Lebenslaufes:

  • Die Fotografenlehre gibt mir die Fähigkeit, Gesichter in ihrer Essenz zu erfassen.
  • Die digitale DNA aus meiner Zeit im E-Business und Videostudio lässt mich die Porträts am Tablet präzise vektorisieren und in Graustufen zerlegen.
  • Die Schicksalsschläge haben mir die Angst vor dem Chaos genommen.

Wenn ich heute vor einer XXL-Leinwand stehe und den kühlen, digitalen Vektor-Bauplan mit schnellen, ungezähmten und farbintensiven Acrylstrichen zertrümmere, dann ist das mein persönlicher Triumph des Lebens über die Vergänglichkeit. Ich nehme die Struktur des Lebens (die Vektoren) und hauche ihr mit purer, lauter Lebensfreude (der Farbe) Geist ein.

Als Förderer male ich diese Bilder nicht für mich. Ich male sie, um Räume mit Energie zu fluten. Um die Menschen daran zu erinnern, dass das Leben bunt, laut, intensiv und verdammt lebenswert ist.